SOTA Grosser Stiefel IMG 20150822 173438299 01Am 22.08.2015 habe ich den 'Grossen Stiefel' aktiviert. Er hat die SOTA-Referenz DM/SR-047. Der Stiefel ist ein durch Verwitterung entstandener Buntsandsteinfelsen mit eigenartiger Form. Er liegt in der Gemarkung der Stadt St. Ingbert im saarländischen Saarpfalz-Kreis und gilt als ein Wahrzeichen der Stadt. Der Stiefel befindet sich am Nordosthang des zwischen den Stadtteilen Rentrisch und Sengscheid gelegenen, bewaldeten Bergrückens „Großer Stiefel“ (397,2 m ü. NN) auf etwa 350 m ü. NN. Geparkt habe ich mein Auto auf einem großen Parkplatz an der Heinestraße 26 in 66386 St. Ingbert (GPS: 49.255279541016, 7.0891666412354). Von dort aus muss man nur dem Weg folgen, bis irgendwann die Schilder zum 'Großen Stiefel' kommen. Dann kann man über provisiorische Treppen zum Gipfel aufsteigen. Der Anstieg ist schon recht steil, lohnt sich aber auf jeden Fall. Auf 15m gelangen mir 3 QSOs (Schweden, Finnland, Kreta), keines auf 10m und 4 auf 2m via 145,500 MHz FM. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass SOTA ideal ist, um die Landschaft in der Region kennenzulernen.

Erbeskopf SOTA IMG 20150820 142755851 01 thumbDiese Woche (Donnerstag, 20.08.2015) habe ich den Erbeskopf aktiviert. Er hat die SOTA-Referenz DM/RP-158. Der Erbeskopf in den Landkreisen Bernkastel-Wittlich und Birkenfeld ist mit 816,32 m ü. NHN der höchste Berg im Hunsrück, im Landkreis Bernkastel-Wittlich und in Rheinland-Pfalz sowie die höchste deutsche linksrheinische Erhebung. Er liegt im Naturpark Saar-Hunsrück. Auf der Spitze des Erbeskopfes wird eine Radarstation durch die Bundeswehr betrieben, welche den Luftraum im 400-km Umkreis überwacht. Ich hatte einen Termin in der Nähe und habe knapp 2 Stunden auf dem Gipfel verbracht. Genau zur richtigen Zeit ist das 10m und 15m Band 'aufgegangen' und ich konnte ganz Europa arbeiten. Besonders gefreut habe ich mich über die '+10' aus England, einmal auf 15m und einmal auf 10m. Das ist schon erstaunlich, mit meinen 5W aus dem Yaesu FT-817 und einem 'Linked-Dipol' für 10m und 15m. 2m SSB habe ich nicht versucht, ich hatte eine Yagi-Antenne dabei, aber mich riefen so viele Stationen auf der Kurzwelle, dass meine Zeit viel zu schnell um war...

portabel bei oma FT-817 AmateufunkGestern wollte ich meine Oma besuchen und meinem Hobby, dem Amateurfunk, nachgehen. Also habe ich meinen Yaesu FT-817 eingepackt und bin zu meiner Oma gefahren. Ich wollte die Unterschiede zwischen meinem Linked-Dipole für 15m und 10m, sowie der WiMo ATX-1080 Walkabout testen. Die Bedingungen auf 10m waren so schlecht, dass überhaupt niemand zu hören war. Auf 15m konnte ich dann eine Station arbeiten. Es war YT8WW in Serbien, von welchem ich eine 5/7 bekam. Mehr war leider nicht drin, da das 15m Band auch bald wieder schlechter wurde. Ich habe dann auf UKW gewechselt und einfach mal probiert, welche Relais ich mit der Diamond MR-77 von der Terrasse bekomme. 145,675 Mhz kam bei mir "Vollanschlag" rein und Chris (DJ7PI) antwortete mir. Es stelle sich heraus, dass es das Relais DB0SB in Idar-Oberstein war. Dann nahm der Abend noch eine spannende Wendung...

2015 06 27 Halde Lydia Saarland Portable HF Operatios thumbDie (Berg)-Halde Lydia ist ca. 10 min. mit dem Auto entfernt von meinem QTH in der Saarbrücker Stadt gelegen. Die Halde Lydia liegt im Norden von Saarbrücken. Nach Süden und Südosten grenzt sie an Dudweiler. Dudweiler ist der nördlichste Stadtbezirk von Saarbrücken. Die ehemalige Halde, die nördlich der Fischbachbahn liegt, wurde bis in die 1950er Jahre aktiv genutzt. Heute ist die Berghalde Lydia frei begehbar und eignet sich perfekt für den Amateurfunk. Das Plateau der tafelförmigen Spitze hat eine Größe von 12 ha, zudem besitzt sie eine relative Höhe von 60 - 110 Meter. Der Haldenfuß liegt bei 270 m über NN, das Plateau misst 330 m über NN. Man überragt also Saarbrücken und die umliegenden Orte und hat kein QRM aus der Stadt auf den Bändern. Ich konnte von der Halde bereits QSO mit über 3.000km in SSB fahren. Und das mit einem selbstgebauten "Linked-Dipole" und nur 5W aus meinem Yaesu FT-817. Die Halde bietet außerdem ein einzigartiges Ambiete und es macht mir immer wieder Spaß, auf die Halde zu laufen. Wer in der Nähe ist, sollte unbedingt mal hin.

pofung bf 888 s amateurfunk thumb 01Ich war schon länger auf der Suche nach einem oder zwei Geräten, um günstig, z.B. auf der QRL, auf 70cm QRV zu sein. Nachdem ich ein paar Videos auf Youtube gesehen hatte, wollte ich mir ein Pofung (ehemals Baofeng) BF-888S bestellen. Das Gerät soll ca. 1,5W haben. Es kann nur 70cm und da es kein Display hat, muss es via Software auf die gewünschten Frequenzen programmiert werden. Das notwendige Kabel hatte ich schon vom meinem Baofeng UV-5R und auch die Software CHIRP (Freeware), war bereits auf dem PC installiert. Ich habe damit schon mehrfach mein Baofeng UV-5R programmiert. Ich ging also davon aus, dass es auch hier problemlos klappen sollte. Bei Ebay sah ich dann ein Angebot für das Pofung BF-888. 29,95 Euro inkl. Versand aus Deutschland für 2 Geräte. Im Lieferumfang des Pofung BF-888 waren außerdem 2 Headsets, 2 Akkus, 2 Antennen (nur für 70cm), 2 Akkuladeschalen und 2 Handschlaufen. 15 Euro pro Gerät also. Nach dem "Zusammenbau" habe ich das Pofung BF-888 mittels PC Kabel mit dem PC verbunden und den Speicher ausgelesen. Was dann kommt ist schon irgendwie seltsam, denn die Geräte werden, wenn man sich die Zahl der Verkäufe bei Ebay anschaut, wohl nicht nur für Amateurfunk durch lizenzierte Funkamateure verwendet, sondern sicher in der überwiegenden Anzahl von unwissenden Personen, Kindern, Bikern, Urlaubern, etc. Ich bin mir sehr sicher, dass kaum einer weiß, dass das Senden mit diesen Geräten ohne Amateurfunklizenz illegal ist.

Mittlwellensender Heusweiler DeutschlandfunkvAm Freitag, 03.07.2015 hatte ich die Möglichkeit, den Mittwelwellensender Heusweiler (400kW auf 1422 kHz) zu besichtigen. Der Sender Heusweiler ist ein Mittelwellensender des Saarländischen Rundfunks nördlich von Heusweiler. Er war der stärkste Mittelwellensender der ARD mit einer maximalen Sendeleistung von 1200 kW. Die Besichtigung wurde vom DARC Ortsverband Q08 Sulzbach-Fischbachtal organisiert. Reinhard Donie, ein Diplom-Ingenieur (Nachrichtentechnik) vom SR, nahm sich viel Zeit und beantwortete alle unsere Fragen. Wir konnten uns alles anschauen und auch den alten Röhrensender betreten. Der Sender Heusweiler war der leistungsfähigste Mittelwellensender in Deutschland und der stärkste Sender der ARD. Von 1973 bis 1994 diente der Sender zur Verbreitung des Programms der Europawelle Saar des Saarländischen Rundfunks auf der Frequenz 1421 kHz bzw. (ab 23. November 1978) 1422 kHz, das tagsüber mit der vollen Leistung von 1200 kW und nachts mit 600 kW ausgestrahlt wurde. Seit 1994 wird über diesen Sender das Programm des Deutschlandfunks verbreitet. Die Sendeleistung wurde zunächst ganztags auf 600 kW reduziert. Im Februar 2008 wurde der Röhrensender aus dem Jahr 1973 durch eine volltransistorisierte Anlage (TRAM/P 400) von Transradio Sendersysteme Berlin mit einer Trägerleistung von 400 kW ersetzt. Der Sender ist für DRM-Betrieb (200 kW) vorbereitet. DeutschlandRadio und der SR nahmen diesen neuen Mittelwellensender am 15.05.2008 in Heusweiler offiziell in Betrieb. Der Sender besteht aus zwei TRAM 200 Sendern, einer Parelleling Unit (PU), eines Ergänzungsnetzwerks (ENW) und eines digitalen Exciters DRM DMOD2. Der Sender TRAM/P 400 verfügt über eine Trägerleistung von 400 kW im AM. Zum 31. Dezember 2015 soll die Ausstrahlung des DLF über diesen Sender eingestellt werden. Der Saarländische Rundfunk hat Ende 2005 in Heusweiler einen zweiten Mittelwellensender für sein Informationsprogramm Antenne Saar in den Tagstunden in Betrieb genommen. Hierzu wird die ehemalige Reservesendeanlage für die Frequenz 1422 kHz genutzt. Dieses Programm wird auf der Frequenz 1179 kHz mit einer Leistung von 10 kW ausgestrahlt. Seit 2. November 2009 ist der Sender rund um die Uhr in Betrieb. In der Innenstadt Saarbrücken empfange ich, an meinem Yaesu FT-817 mit 10m Draht, tagsüber  das Signal des 10 kW-Senders 1179 kHz mit S8, das des 400 kW-Senders 1422 kHz mit S9++.